Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet weiter voran – und mit ihr steigen auch die technischen Anforderungen. Eine wichtige Frist steht dabei unmittelbar bevor: Der 30. Juni 2026 markiert einen entscheidenden Wendepunkt für alle, die an die Telematikinfrastruktur (TI) angebunden sind.
Was passiert ab dem 1. Juli 2026?
Ab diesem Zeitpunkt wird die bisher genutzte RSA-Verschlüsselung vollständig abgelöst. Die TI funktioniert dann ausschließlich mit der neuen, deutlich sichereren ECC-Verschlüsselung.
Das bedeutet konkret: Systeme, Karten und Komponenten, die nicht rechtzeitig umgestellt wurden, verlieren den Zugriff auf zentrale Anwendungen. Dazu gehören unter anderem:
- E-Rezepte
- Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU)
- Digitale Patientenakten
Ohne Umstellung steht die digitale Kommunikation im Gesundheitswesen praktisch still.
TI 2.0: Mehr als nur ein Sicherheits-Update
Die Umstellung ist nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern bringt auch klare Vorteile im Arbeitsalltag:
Schnellere Kommunikation
Digitale Arztbriefe können in Echtzeit übermittelt werden. Das spart Zeit und beschleunigt Abläufe.
Weniger Bürokratie
Viele Prozesse werden automatisiert oder vereinfacht. Das reduziert den Verwaltungsaufwand spürbar.
Moderne Kommunikationswege
Mit sicheren Messengern und KIM-Diensten wird die Zusammenarbeit mit Kollegen deutlich effizienter.
Zukunftssichere Infrastruktur
Cloud-basierte Lösungen reduzieren den Bedarf an teurer Hardware und machen Systeme flexibler.
Digitale Abrechnung
Auch Abrechnungsprozesse werden zunehmend digital und damit schneller sowie transparenter.
Was jetzt konkret zu tun ist
Um weiterhin reibungslos arbeiten zu können, sollten Sie frühzeitig aktiv werden:
- Austausch der SMC-B Karten
- Erneuerung der eHBA-Ausweise
- Prüfung Ihrer bestehenden TI-Anbindung
- Planung der Umstellung auf TI 2.0
Je früher Sie sich darum kümmern, desto geringer ist das Risiko von Ausfällen oder Engpässen kurz vor der Deadline.
Unterstützung bei der Umstellung
Die Umstellung auf die neue Infrastruktur kann komplex wirken – muss sie aber nicht. Mit der richtigen Begleitung gelingt der Wechsel reibungslos.
Von der ersten Beratung über den Kartenwechsel bis hin zur vollständigen Einrichtung der Telematikinfrastruktur: Eine strukturierte Umsetzung sorgt dafür, dass Ihr Betrieb jederzeit arbeitsfähig bleibt und alle digitalen Vorteile nutzen kann.

